RMV-Fahrplanauskunft für mobilitätseingeschränkte Menschen online!
Informationsdienste stehen nun allen Nutzern zur Verfügung
Am 22. Januar 2008 wurde bei einer Pressekonferenz in Frankfurt die im Forschungsprojekt BAIM erstellte RMV-Fahrplanauskunft für mobilitätseingeschränkte Menschen für die allgemeine Nutzung freigegeben. Sie kann direkt unter www.rmv.de/baim erreicht werden.
Bei der Pressekonferenz stellten Vertreter des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, des Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und des Rhein-Main-Verkehrsverbundes die erweiterte Fahrplanauskunft der Öffentlichkeit vor.
„Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ist den Projektpartnern für ihr großes Engagement sehr dankbar. Mit den zur Verfügung gestellten Fördermitteln in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro konnte für mobilitätseingeschränkte Verkehrsteilnehmer eine wirksame Hilfe entwickelt werden“, stellte der für Verkehrstechnologien zuständige Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Ministerialdirigent Helge Engelhard, fest, als bei einer Veranstaltung des RMV in Frankfurt die neue Verbindungsauskunft offiziell online ging. Aus der Perspektive des Bundes, so Engelhard weiter, sei es selbstverständlich, dass eine solche herausragende Innovation, die auch eine erhebliche volkswirtschaftliche Bedeutung hat, nicht nur lokal zum Einsatz kommen darf, sondern bundesweit Anwendung finden müsse. „Dazu werden der RMV und seine Partner ihren Beitrag leisten. So sind unsere Mittel, die wir für BAIM zur Verfügung gestellt haben, eine Investition für einen noch attraktiveren öffentlichen Nahverkehr im gesamten Bundesgebiet, die sich volkswirtschaftlich rechnet“, bemerkte Engelhard abschließend.
Das Stichwort „Wirtschaftlichkeit“ konnte der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, Klaus-Peter Güttler, aufgreifen: Es genüge nicht, Millionen in den möglichst barrierefreien Umbau und Neubau von Stationen zu investieren. Es reiche auch nicht, dank der in Hessen praktizierten Ausschreibung von Verkehrsleistungen die Qualitätsanforderungen an den Bus- und Schienenverkehr zugunsten der Mobilitätseingeschränkten zu erhöhen. „Vielmehr müssen wir die im regionalen Leistungsangebot erzielten Verbesserungen plus die auf lokaler Ebene ergriffenen lobenswerten Maßnahmen den Nutzern auch nahe bringen“, so Staatssekretär Güttler: „Und wie geht das besser, als mit einem per Internet überall zugänglichen Auskunftssystem, das auf individuelle Bedürfnisse eingeht, und den Nutzern zeigt, dass manche Barrieren gar nicht mehr bestehen beziehungsweise im wahrsten Sinne des Wortes zu umfahren sind?“
Für Volker Sparmann, den Geschäftsführer des RMV kommt es nun darauf an,„dass möglichst viele unserer Kunden die Möglichkeiten der neuen Fahrplanauskunft ausgiebig nutzen und uns per Mail ihre Erfahrungen mitteilen. Da gibt es sicherlich viel zu entdecken, was die Daten und die Sinnhaftigkeit ihrer Verknüpfungen betrifft. Mit diesen Rückkopplungen können wir dann das System verbessern und Schritt für Schritt verbundweit ausbauen“. Für ihn sei es nämlich ein wichtiges Anliegen, nicht nur Schwerbehinderten sondern auch den übrigen Mobilitätseingeschränkten zu helfen, ihre Wege zu organisieren. „Außerdem müssen wir damit rechnen, dass mit dem zu erwartenden zunehmenden Alter unserer Fahrgäste insgesamt deren Bedürfnisse an die Barrierefreiheit steigen. Je besser wir sie dazu informieren“, so Sparmann, „desto höher sind unsere künftigen Chancen, dass sie mit Bussen und Bahnen fahren. Erste Ergebnisse unserer Marktforschung bestätigen das bereits. Je genauer man die Vorteile unseres Verbund-Systems kennt, desto eher fährt man mit uns.“

